Michael Burkhard, Jungfreisinniger, heute in Züri…

April 18, 2008 um 16: 11 | Veröffentlicht in Allgemeines Plappern | 15 Kommentare

Heute sah ich in Züri diese Werbung des Jungfreisinnigen Michael Burkhard, welcher für den Stadtrat kandidiert.

Auch der Tagi hat heute darüber berichtet: Jungfreisinniger wirbt im SVP-Stil

Das Plakat erregt auf allen Seiten die Gemüter und ich denke nur: Wann war das letzte Mal ein Stadtratskandidat – und dann noch ein Jungpolitiker – in solch einem Masse in aller Munde? Ob er dafür Stimmen erhält, wird sich zeigen, die Publicity aber hat er schon längst gewonnen – und das kann in diesem Falle durchaus Stimmfang-Wirkung zeigen.

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15 Kommentare »

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  1. In aller Munde ist ja noch nicht einmal die Plakatkampagne, der Kandidat selbst noch viel weniger. Es ist deshalb auch nur konsequent, dass dessen Name auf den Plakaten nur im Kleingedruckten vorkommt.

    Mit bei Ruth Genner abgeschriebenen Parolen zur Kinderbetreuungwird er wohl kaum Furore machen.

    Aber vielleicht will er mit seiner Plakatserie ja bloss Tuena den Preis des Schlagwortgenerators (O-Ton Vollenwyder) streitig machen.

  2. Naja, auf der ersten Seite des Bundes „Zürich“ im Tagi ist schon mal nicht schlecht.

  3. Es ist aber wohl ein (zu) grosser Schritt vom Cover-Boy zum Exekutivmitglied der grössten Schweizer Stadt.

  4. Ja ja, Hauptsache möglichst laut furzen. Subito erschallt das wiedergekäute Echo über erfolgreiche PR.

    Hohl bleibt hohl, selbst wenn eine hohle Nuss zum Medienstar erkoren würde.

  5. Ob er damit nun Erfolg haben wird oder nicht, kann zur Zeit wohl kaum beantwortet werden. Dass er aber Bekanntheitsgrad erreicht, ist nicht bestreitbar – und Bekanntheit kann auch Wähler generieren, da sind wir uns wohl einig.

  6. Nanana, wir wollen doch nicht richten hier! Wenn ein Kandidat es schafft, die Aufmerksamkeit der Oeffentlichkeit zu erlangen, ist das beachtlich. Wenn Michael Burkhard nun mit Substanz nachlegen kann, ist diese Aktion gewiss nicht von schlechten Eltern. Lassen wir uns ueberraschen. Ich gebe allerdings gerne zu, dass die drei Quotes, die bislang zur Anwendung kamen, besser sein koennten. Plappermaul und ich haetten das mit vereintem Denken hingekriegt – inkl. Medienecho und „baffer“ Reaktion der politischen GegnerInnen. The time will come…

  7. Genau! Bei einem Brainstorming von Balsiger & Plappermaul hätte man in deinem Beitragstitel das (Zuercher) leicht streichen können 🙂 Über den Inhalt lässt sich selbstverständlich immer streiten. Doch (auch zu diesem Kommentar von Kyriacou) die Mischung Jungpolitiker & unbekannt ist prädestiniert für ein mediales Auftreten zur Erreichung von Wahrnehmung. Als Jungpolitiker den Mut zu finden, mit provokanten Statements in einer ungewöhnlichen Plakatkampagne aufzutreten, ist nicht leicht und gerade solche Schritte können dessen potentielle Wähler davon überzeugen, dass der Jungpolitiker zu seinen Statements steht und für seine Ansichten eintritt. Wieso soll ein Jungpolitiker die Medien nicht als Unterstützung nutzen, um bekannt zu werden? Meiner Ansicht nach kann nicht davon gesprochen werden, dass er damit bisher keine Bekanntheit erreichen konnte. Aber eben, was das Wahlergebnis bringen wird, wird sich noch zeigen. The time will come… 😉
    (Bei mir aktuell 18 Suchmaschinen-Zugriffe mit dem Namen „Michael Burkhard“ )

  8. @Laura
    Ich hab selbstredend definitiv gegen aktive JungpolitikerInnen, auch (fast*) nix gegen Fun-Kandidaturen, aber vorerst ist’s vor allem heisse Luft. Ich fand Bas Girods Auftritt vor zwei Jahren da weitaus spritziger (losgelöst vom jeweiligen politischen Standpunkt).

    Vielleicht hast Du aber in Sache steigendem Bekanntheitsgrad doch recht: Googlet man nach „Michael Burkhard, kriegt man 5380 Treffer, bei Mauro Tuena sind’s erstaunlicherweise nur 4640. (Ruth Genner läuft mit 24’400 Treffern zumindest bei dieser Ausmarche ausser Konkurrenz – und natürlich hat Burkhard wohl eher Namensvetter als die beiden anderen.)

    * disclaimer: Danowski geht mir auf den Senkel

  9. Ach komm, Danowski gehört doch zum Stadtbild… 🙂

  10. Danowski ist inzwischen sogar einer der bekanntesten „Exportschlager“ Zürichs, schliesslich hat er auch schon in BE, SH, TG (und gemäss Wikipedia zusätzlich in BL und SG) Listen eingereicht. (Nur will ihn dort überall auch niemand mit einem Pöstli ausstatten.)

    So aus neuropsychologischer Sicht fänd ich’s ja durchaus interessant, ihn mal in einen Magnetresonanztomographen stecken zu können. Bei ihm lassen sich weniger leicht als bei Hanf-Ueli Thesen zum Antrieb für seine publicity stunts aufstellen…

  11. Hier für alle, die (etwas) mehr über Danowski wissen wollen, der Wikipedia-Link

  12. Danowski gehört zum Stadtbild?

    Hmm, mein Langzeitgedächtnis meldet sich und ruft ab, was sich vor viereinhalb Jahren zugetragen hat. Damals befragte ich schriftlich alle Nationalrats-Kandidierenden der Schweiz – also rund 2800 Personen -, woraus inzwischen das Buch „Wahlkampf in der Schweiz“ entstand.

    Mehrere unfreiwillig Kandidierende schrieben mir darauf einen Brief und führen detailliert aus, wie sie von Danowski übers Ohr gehauen wurden. Es war weniger der Ärger zu spüren als vielmehr ihre Ohnmacht.

    „Querulant“ scheint mir eine harmlose Titulierung zu sein, die der Wikipedia-Eintrag über Danowski nennt.

  13. Mit der Idee der unfreiwillig Kandidierenden hat er tatsächlich definitiv übertrieben – da stimme ich dir zu. Es tut mir Leid für die entsprechenden Personen, dass sie darunter dermassen gelitten haben.
    Seine mannigfachen Aktionen haben ihn zum belächelten Stadtbekannten werden lassen, wie er oft in den Medien dargestellt wurde und wie ältere seiner Aktionen gewirkt haben – und mir immer noch gut im Gedächtnis sind. Dementsprechend mag mein Bild etwas verzerrt-belustigt sein. Warum man ihn aber freigesprochen hat, ist mir bis heute ein Rätsel.

  14. Wenn Milizamtsträger nicht generell zeitlich am Anschlag wären, müsste man fast einmal einen Versuch wagen und Danowski z.B. bei einer Schulpflegewahl durchlaufen zu lassen. Vielleicht könnte er seinen seltsamen Tatendrang in nützlicheres umlenken – oder man könnte nach einer Gnadenfrist ein Amtsenthebungsverfahren einleiten…

  15. Dochdoch, Michael Burkhard hat ein eindrückliches Resultat erreicht: 552 mal so viele Stimmen wie Danowski. Und immerhin noch 120 mal so viele wie der Hanf Ueli.

    Und aus dem CVP-FDP-Kuchen hat ihm mehr als jeder Dritte die Stimme gegeben. Hat sich also voll gelohnt die Plakatekampagne…


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